Foerderverein St. Hubertus e. V.

Duisburg - Rahm 2009

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St. Hubertus Rahm

Gemeinsam für mehr Klangfaben!

Informationen zum Patenantrag

In unserer restaurierten und vergrößerten Weimbs-Orgel werden rund 1900 Pfeifen in verschiedenster Größe und Bauart stehen. Die größten haben eine Länge von über 5m, die kleinsten sind nur wenige Zentimeter lang. Viele sind aus Metall und andere aus Holz gebaut.

Die erweiterte Orgel spiegelt in ihrem Klang die vielfältigen menschlichen Charaktere wider. Sie ist eine Gemeinschaft von großen, kleinen, schlanken, gewichtigen, lauten und leisen Pfeifen. Jede ist unverzichtbar und trägt das ihre zur großartigen Klangfülle der „Königin der Instrumente“ bei.

Die Orgel wird durch ein sogenanntes Schwellwerk ergänzt. Die Pfeifen dieses Werks, welches vom neuen 3. Manual gespielt wird, stehen in einem stark gedämmten Holzgehäuse unsichtbar im Inneren der Orgel. An der Front diese Gehäuses sind drehbare Lamellen angebracht, die der Organist mit dem Fuß öffnen und schließen und so die Lautstärke regeln kann. Außerdem ändert sich auch der Klangcharakter, da auch das Obertonspektrum verändert werden kann.

Und so finden Sie bereits jetzt in unserer Orgel:

Prinzipale - die „Chefs“

Sie stehen ganz vorn in der Orgel, einige sind auch im Prospekt zu sehen. Ohne sie geht meist gar nichts. Sie sind zum überwiegenden Teil aus Zinn und geben im Hauptwerk den Ton an. Ihr Klang ist warm, rund und kräftig. Ihre Verwandten sind die Oktave 4 ́ und 2 ́.

Pedalpfeifen - die Riesen

Wenn der Orgelklang durch den Körper geht, dann sind häufig die großen Pedalpfeifen mit von der Partie. Sie sind bis zu 2,5 m lang und von großem Durchmesser. Sie heißen Subbass 16 ́ und Posaune 16 ́.

Ein Prinzipalbass 16´ mit bis zu 5m langen Pfeifen wird das Fundament unserer Orgel stärken.

Instrumentalstimmen - die Individualisten

Im Orgelbau wurde immer versucht, den individuellen Klang von einzelnen Instrumenten zu imitieren. So finden wir viele Register mit Namen vor allem von Blasinstrumenten, wie sie auch im Orchester vorkommen: Trompete, Posaune, Flöte, Oboe. Die streichenden Stimmen tragen dagegen auch häufig uns nicht so geläufige Namen, wie Fugara oder Salicional.

Aliquotstimmen - die Teamfähigen

Sie spielen ein C und es klingt ein E: Auf der Orgel ist das sehr gut möglich. Viele Pfeifen klingen anders als der Ton, den man gerade spielt, und verleihen fein intoniert und abgestimmt erst im Team mit anderen Registern dem Gesamtklang die besondere Farbe. Ihr Name gibt den Ton an: Quinte oder Nasard und die Terz.

Die Mixtur: die Strahlenden

Leuchtend bildet sie eine Klangkrone und gibt der Orgel die Fülle. Dabei können auf einem Ton des Registers bis zu vier Pfeifen stehen. Die kleinste Pfeife ist nur wenige Zentimeter lang und dünn wie ein Bleistift.

Gedackt und Subbass: die Sanften

Oben haben sie einen Deckel. Das macht ihren Klang sanft und rund. Sie sind für die Begleitung von Gesang und Soloinstrumenten bestens geeignet. Sie heißen Gedackt und Subbass.

Folgende Register werden im neuen Schwellwerk unserer Orgel Einzug halten:

1. Offenflöte 8´: Weiches, offenes Orgelregister mit weiter Mensur und tragfähigem Fundament,

2. Gamba 8´:  zartes streichendes Register als Grundtonregister

3. Vox Celeste 8´: erzeugt einen schwebenden, geheimnisvollen leisen Klang

4. Traversflöte 4´: füllige, aber zarte Instrumentalstimme

5. Nasard 2 2/3´: Quinte als solistische Aliquotstimme

6. Flageolet 2´: Imitiert die die im 16. Jh. gebräuchliche Schnabelföte mit frischem Klang. Konisch aufgebaut.

7. Terz 1 3/5´: Terz als solistische Aliquotstimme

8. Oboe 8´: lyrisches, solistisches Zungenregister mit leicht näselndem Klang

9. Harmonietrompete 8´: Zungenregister mit doppelter Becherlänge im Diskant mit rundem, kräftigem Klang.

Sie können die Patenschaft für eine (oder auch mehrere) Pfeifen übernehmen oder eine Patenschaft als besonderes Geschenk zu einem besonderen Anlass Ihren Freunden oder Verwandten widmen. Diese Orgelpfeifen werden dabei aber nicht an Sie verkauft, vielmehr finanziert Ihr Beitrag – gestaffelt nach Größe und Bedeutung der Pfeifen, symbolisch die Fertigung “Ihrer” Pfeife und überträgt sich damit anteilig auf die übrigen Bauteile der Orgel (Windwerk, Traktur, Spielanlage, Prospekt).

Die Patenschaftsbeträge richten sich nach Größe der Pfeifen, nach ihrer Bauart (Lippen- oder Zungenpfeifen) und Material (Holz oder Zinn).

Die Patenschaftsurkunde für die Patenübernahme ist zweifach. Ein Exemplar erhält die Patin/ der Pate und ein Dokument wird - nur wenn Sie dies wünschen - in einem Patenschaftsbuch, das im späteren neuen Orgelgehäuse hinterlegt wird, registriert.

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen:

 

Dr. Dominic Klingen

 

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